Sonntag, 22. Mai 2011

Jetzt aber!

Es ist ja nicht so, dass wir nur noch über die Dachböden dieser Welt streifen, um alte Sachen aufzustöbern, die schon lange auf uns gewartet haben oder gar ihren Lebensabend in unserer Laube verbringen wollen. Nein! Mittlerweile ist die Parzelle auch recht gut in Schuss, die alteingesessenen Bewohner haben Vertrauen zu uns und belohnen uns mit üppigen Blüten. 

Mindestens genauso schön ist es, dass sie auch die Neuankömmlinge in Beet und Rabatte in ihre Reihen aufgenommen haben, kaum rumstänkern und majestätisch auf die jungen Dinger herabblicken. Die lassen sich aber nicht beeindrucken und halten ordentlich dagegen. Ein Schauspiel – und Balsam für die Gärtnerinnenseele. 

Und weil ich so stolz bin, mache ich auch gleich bei Gesines BlogBlüten im Mai mit!

Der absolute Alterspräsident der Parzelle - der Mohn



Schon klar, er muss alle anderen überstrahlen:
Alliums, was sind Alliums, olle Stinker...


Alles eine Frage der Perspektive bei
 der jungen Lupine.  Sollte eigentlich
 'ne klassische blaue sein, tja, Dagmar,
ich mach was ich will!
Sag ich doch, alles eine Frage der Perspektive!

Noch ein altes Mädchen: Ich bin sehr dankbar, dass diese
klassische Pfingstrose auf meiner Parzelle wohnt.
Die Gärten meine Großmütter waren voll davon.

Liebe Großmutter, darauf eine schwarze Johanna!


Montag, 9. Mai 2011

Die gute alte Zeit



Noch rede ich all meinen Jungs in Rabatte und Beet gut zu, doch endlich mal richtig loszulegen, damit ich sie hier zeigen kann. Manche zieren sich noch, die meisten haben mir aber versprochen, das lange Warten bald zu belohnen. 


Ich glaube natürlich an sie und nutze die Zeit, ein paar schöne alte Dinge zu sammeln. Was liegt da näher als ein Besuch der thüringischen Dachböden und sonstigen Schatzkammern der Familie? Ich bin fündig geworden. Und wir sind immer mehr auf Kurs Richtung 1961.

Ein wahrer Schatz: Liegestühle aus Urgroßvaters Gartenlaube, Modell
Tante Ruth. Ich wusste nicht mal was von ihrer Existenz! Und sind
very colour-coordinated zu unserem Läubchen!  

Der Fleischwolf meiner Urgroßmutter

Meine Schwie spendierte ihren alten Steintopf - der hat jetzt
'nen neuen Kumpel,  den Schweinetrog

Mit diesem Kännchen hab' ich noch die Milch zur
Sammelstelle getragen - ganz früher natürlich

Montag, 2. Mai 2011

Ein Herzenswunsch

Mit dem Schnurschlag fing es an
... ist in Erfüllung gegangen! Er war zwar nicht so alt wie unser Läubchen, drängte sich mir aber förmlich auf bei unserer ersten Begegnung. Gott sei Dank standen im Herbst noch alte Baumstümpfe im Weg, die ausgegraben werden wollten und eine Weide, die gefällt werden musste. Auch hat mich der lange Winter  ordentlich gebändigt. Wäre ich meiner ersten Intuition gefolgt, hätte ich nun ein Bauerngärtchen und zwar genau dort, wo eigentlich immer nur Schatten ist.

Es war mal wieder Emil, der meine Besessenheit ein wenig bremste. Er war es aber auch, der die richtige Idee für den richtigen Ort hatte und mir praktisch die halbe Parzelle zugestanden hat. Deshalb war es hier etwas leiser – der aufrechte Gang und die Feinmotorik fielen uns in den letzten Tagen recht schwer. Schließlich wollten ganze 30 Quadratmeter Wiese umgegraben, entwurzelt, verkrümelt und dann auch noch schön eingefasst werden. So haben wir die Spaten und Grabegabeln zum Glühen gebracht, Emils Schlosser den Baustahl.

Und nun gibt es ihn, unseren Bauern-Schlossgarten! Da die Wiese dort schon länger wohnte als wir, dürfen Teile von ihr als Wege bleiben. Die typischen Wegekreuze zieren bei uns Stachelbeer- statt Rosenstämmchen. Die ersten Bewohner sind eingezogen, der Amselmann schreitet stolz auf und ab im neuen Revier. Anfangs war er misstrauisch, doch mittlerweile schielt er schon auf die Erdbeeren. Aber das ist eine andere Geschichte.

Bauerngarten mit "Erstbezug" in Mini-Gewächshäusern

Schlange stehen vor dem Einzug

Etappensieg mit Trümmerberg
Ein Berg voll Weide 

Der Anblick des heutigen Bauern-Schlossgärtchens im Herbst

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