Samstag, 24. Dezember 2011

Frohe Weihnachten

Ich wünsche all meinen Lesern ein wundervolles Weihnachtsfest im Kreise der Liebsten, friedliche, erholsame Stunden und ein frohes Neues Jahr mit einem wohl gesinnten Petrus und vielen neuen Entdeckungen in all den Gärtchen, Parzellen, Anwesen und Ländereien!







Montag, 12. Dezember 2011

Späth’sche Weihnacht

Noch immer ist mir nicht besonders weihnachtlich zumute, doch einen Termin wollte ich in diesem Jahr nicht versäumen: den Weihnachtsmarkt in den Späthschen Baumschulen. Es ist ein wundervoller Ort! Nicht nur für Gärtnerseelen. Hier wird der Berliner gerne mal ganz handzahm, sitzt im Hofcafé und genießt – Berliner Weiße im Sommer, Glühwein im Winter.


Zum Weihnachtsmarktwochenende pilgert die halbe Stadt hierhin: Wärmt sich an Feuertonnen, schlürft heiße Schokolade, lässt den Senf von der Bratwurst tropfen, schultert den Weihnachtsbaum und zieht wieder von dannen. Es gibt gar nicht viel Besonderes, nur leise Musik, Stände mit Töpfen und Tüchern von Omas Dachboden, Soljankaduft und Zuckerwatteschnuten. Und genau das macht diesen Ort so magisch.

Weihnachtsbäume kullern hier nicht einfach so in der Gegend rum. Nein. Jeder einzelne erhält eine rote Schleife in der Krone und hängt, ja: hängt in der Gegend rum. Wer sich einen ausgucken will, kann so lange drehen, bis er ihn gefunden hat. Und schnipp schnapp – schon ist er Dein. Schaut man von den Stufen des Cafés auf den Platz herab, schaukeln die Bäume mit ihren roten Schleifen einfach vor sich hin. Und nach einem ordentlichen Pott Glühwein, Schmalzstulle und gebrannten Mandeln streifte ich noch mal durch nun recht leeren Reihen der Bäume und Sträucher und las sehr glücklich das Schild am Ausgang: Späth’er Frühling am 5./6. Mai.





baumelnde Bäume


Die Wahrzeichen: Schornstein und Uralt-Laterne, im
Sommer sehen sie übrigens so aus. 

Sonntag, 4. Dezember 2011

Cyntia Barcomis Zimtschnecken

Jetzt ist er doch da, der November, und das mitten im Dezember. Auch das letzte Blatt ist vom Baum gepustet, das Auge hat freie Sicht auf alles Grau. Es ist also Zeit, dem Novemberblues, der gar keiner mehr ist, mit winterlichem Backwerk den Kampf anzusagen. Ganz wichtig dabei sind für mich duftende Gewürze, allen voran Zimt. Und deshalb gab es heute im Hause Pelle/Parzelle Cinnamon Rolls, gebacken nach einem Rezept von Cyntia Barcomi (aus Cyntia Barcomis Backbuch). Ich kenne die New Yorkerin durch ihre beiden Cafés in Berlin und ihre Backbücher. Ganz selten tritt sie auch gelegentlich mit ihrer Freundin, der Entertainerin Gayle Tufts auf – eine wundervolle Kombi! 

Ich mag die amerikanische Art zu backen sehr. Hier werden trockene und flüssige Zutaten jeweils gemischt und dann zusammengeführt. Die häufig ungewöhnliche Kombination von Gewürzen und Zutaten finde ich umwerfend. Hier zum Beispiel wird der Hefeteig durch Kartoffelpüree und Buttermilch unglaublich luftig.

Trockene Zutaten
650 g Mehl
35 g Zucker
¾ TL Salz
40 g Rosinen
¾ Würfel frische Hefe oder 1 Päckchen Trockenhefe

Flüssige Zutaten
125 ml Kartoffelpüree (dazu 1 mittlere Kartoffel weich kochen und noch warm mit der Gabel zerdrücken)
60 g weiche Butter
1 großes Ei
125 ml Milch, Zimmertemperatur
125 ml Buttermilch, Zimmertemperatur

Füllung
2 EL Sirup (Grafschafter Goldsaft)
60 g Butter
1 EL Zimt
4 EL Zucker

Glasur
1 EL Milch
70 g Puderzucker

Für den Teig die weiche Butter zu den zerdrückten Kartoffeln zufügen, solange diese noch warm sind. Eier, Milch und Buttermilch dazugeben. Die beiden Milchsorten sollten wirklich maximal lauwarm sein, mehr Hitze würde die Hefe töten. Hefe in die Mischung hineinbröckeln und gut verrühren.

Alle trockenen Zutaten samt Rosinen in einer großen Rührschüssel vermischen. Dann die flüssigen zu den trockenen Zutaten geben. Alles mit dem Handmixer (Knethaken) gut verrühren, dann kurz auf der Arbeitsplatte kneten, bis der Teig glatt und elastisch ist. Ich benutze hierzu meine Kitchenaid und lasse alles etwa 5 min auf Stufe 2 kneten – damit spare ich mir das extra Kneten.

Den Teig in eine Schüssel geben, mit einem Geschirrtuch abdecken und eine Stunde gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat.

Die Füllung
Sirup und Butter in einem kleinen Topf schmelzen. Währenddessen Zimt und Zucker mischen. Boden und Seiten einer Springform einfetten.

Den Teig aus der Schüssel auf eine bemehlte Arbeitsfläche stürzen, platt drücken und 2 cm dick ausrollen, so dass ein Rechteck von ca. 40 cm Länge und 30 cm Breite entsteht.

Den Teig mit dem Buttersirup einpinseln, am Rand ca. 1 cm frei lassen. Den Zimtzucker mit einem großen Löffel darüber verteilen.

Nun den Teig der Länge nach fest aufrollen wie einen Teppich. Mit einem sehr scharfen Messer 3 – 4 cm dicke Scheiben abschneiden und hochkant, dicht nebeneinander in die Springform stellen. Der Platz sollte gerade so für alle Scheiben ausreichen.

Die Schnecken nochmals 30 min gehen lassen. In dieser Zeit den Ofen auf 190 Grad vorheizen. Dann in den Ofen geben und ca. 35 min backen.

20 min abkühlen lassen und aus der Form nehmen.

Mit der Glasur (Milch und Puderzucker verrührt) beträufeln.





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