Dienstag, 15. Mai 2012

Blogger Blüten im Mai

Gibt es eine schönere Zeit im Garten als den Mai? In keinem anderen Monat ist das Grün so frisch, die Gärtnerin so entzückt, sind die Blüten so kräftig und die Krabbelviecher so schlaftrunken, dass sie noch nicht alles in Beschlag genommen haben. Und weil grad alles so schön ist, gibt es heute einen kleinen Gartenrundgang – pünktlich zu Gesines Blog-Event.


Diese kleine Lichtgrasnelke hier kann ich nur empfehlen: Letztes Jahr in der Karl-Förster-Gärtnerei gekauft, hat sie sich vom Winter nicht beeindrucken lassen. Filigrane rosa Blüten nicken über dunkelgrünem Laub - die Samen haben sich gut ausgebreitet im Garten und nun stehen überall kleine Exemplare davon. Neben den Vergissmeinnicht ein echter Hingucker. 





Die Akelei aus Großmutters Bauerngarten


Blaue Bergflockenblume - sie wohnt schon lang auf meiner Parzelle


Meine alte,  rote Pfingstrose,  fast ist es soweit

Alpenwaldrebe Ruby - eine Traumkandidatin: sehr
frostfest, gedeiht auch im Schatten und blüht sofort
 im ersten Jahr los. 

Mein Flieder


Eine Allium hat es doch noch geschafft. Alle anderen sind sehr schwach
auf der Brust oder machen überhaupt nicht mit dieses Jahr.


Gänseblümchen - sie verdienen doch mal einen großen Auftritt, oder?


Die erste Blüte meiner Augusta Luise - ich bin gespannt!
 
 

Freitag, 11. Mai 2012

Ist der Mai kühl und nass...


... füllt’s dem Bauern Scheun’ und Fass. Sagt die alte Bauernregel. Kühl ist es jetzt nach dem kräftigen Regen, nass auch. Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und die kalte Sophie, kurz: die Eisheiligen, kommen in Berlin wohl ohne Frost daher. Noch ist nicht aller Tage Abend und das Wetter hat mich in diesem Jahr immer wieder überrascht. 
Dennoch schöpft meine kleine Gärtnerseele Hoffung auf eine reiche Ernte. Noch wird sie wohl nicht für alle Scheunen und Fässer reichen. Muss sie aber auch nicht. Schließlich war Vorfreude bislang noch immer die schönste Freude, oder?



Soll ich noch mal mit den Amseln reden?

Meine uralte rote Johannisbeere

Die neuen Stachelbeeren im Bauerngarten

Die Gerüste für Stangenbohnen und Klettererbsen

Die Tomaten müssen es schaffen, weil die
Gärtnerin zu ungeduldig war
Das Läubchen

Montag, 7. Mai 2012

Zu vermieten


Es ist immer dasselbe. Kaum freut sich die Gärtnerin über das erste Grün, kann kaum fassen, wie gesund und üppig alles drauf los sprießt, schon kommen sie. In allen Farben und Größen. Kreuchen und fleuchen mir um die Ohren, setzen sich an die fettesten Knospen und saugen drauf los. Die gestern noch strotzend gesund erschienenen Austriebe der Stauden halten inne, die frischen Blätter der Apfelbäume kriegen Löcher und rollen sich zusammen.

Damit ist jetzt Schluss. In diesem Jahr sage ich all den Fießlingen den Kampf an. Zu tief steckt noch der Frust über das letztjährige Apfelwicklerdesaster! Noch bevor ich sie überhaupt das erst Mal probieren konnte, raffte das gefräßige Volk sämtliche Äpfel dahin.

Das Motto dieser Gartensaison lautet deshalb: Frieden schaffen ohne Waffen. Zumindest ohne chemische. Nützlinge sollen es sein und in die direkte Manndeckung gehen. Und gut sollen sie’s haben, meine künftigen Soldaten. Deshalb kriegt jetzt jedes kleine Heer seine eigene Unterkunft. Den Anfang machen die Ohrenkriecher und Florfliegen. Beide stehen auf Terrakottatöpfe, die mit Holzwolle gefüllt und in die Bäume gehangen oder auf Stöcken neben befallenen Pflanzen aufgespießt werden. Einer nächtlichen Jagd auf Läuse und Raupen steht dann nichts mehr entgegen. 

Alles was man braucht: 
- unglasierte Tontöpfe
- Bindfaden/Seil
- Holzwolle/Stroh/Heu
- kleine Holzpfropfen zum Verschließen des Lochs



Seil oder Faden um das Heu schlingen und durch
den Topf nach oben ziehen

Für die hängende Variante das Loch durch einen Knoten schließen

Zum Verschließen der stehenden Töpfe Holzabschnitte einkerben



Nachgelesen im "Rat für jeden Gartentag" - ein Erbstück von Emils Großvater

Sofort bezugsfertig, Kost und Logie frei,
ohne Makler, ohne Kaution

Und jetzt bitte Frieden an der Front!



Samstag, 5. Mai 2012

NYC - der Central Park

Mit ein paar Bildern aus dem Central Park möchte ich meine kleine New-York-Reise vorerst beenden. Obwohl es noch soooooo viel von meiner Lieblingsstadt zu zeigen gäbe! Bestimmt kann ich es nicht lassen und schiebe immer mal wieder ein paar Bilder ein.


Der Central Park hat mich schon bei meinem ersten Besuch restlos in seinen Bann gezogen, obwohl sich der April damals von seiner ekligsten Seite zeigte. Der Park ist das Herzstück von Manhattan, man hat das Gefühl, die ganze Stadt ist drum herum gebaut. Früher oder später flüchtet einfach jeder New Yorker hierher – und jeder Besucher sowieso. Hier kann man die Granitfelsen sehen, auf denen die Wolkenkratzer stehen, hier ist das riesige Wasserreservoir für Manhattan, hier trifft man die verschiedensten Menschen: Nannies mit ihren rollschuhfahrenden Kindern, lokale Baseball-Teams, John-Lennon-Fans, Brautpaare und Kutscher mit ihren Pferden. Er ist 4 km lang, 800 Meter breit und spendiert jeden Spaziergänger beeindruckende Ansichten. Die ältesten Bäume stammen noch aus der Erstbepflanzung 1873, und immer wieder wird die ein oder andere Ecke umgestaltet. 

Besonders liebe ich den Central Park an etwas trüben, nieseligen Tagen, denn hat man ihn fast für sich allein... 

Mittendrin


Der Blick vom Rockefeller Center auf den Park


Der Brunnen in der Mitte

Wartende Boote 

Blühende Kirschbäume mit der so typischen Bank

"Verweile doch, Du bist so schön..."

Strawberry Fields, Erinnerungsort für John Lennon, unweit seines
Wohnhauses, vor dem er erschossen wurde

Wenn es Nacht wird





Mittwoch, 2. Mai 2012

Die Mini-Gärten von NYC


Eigentlich wollte ich ja meine New-York-Eindrücke flott hintereinander präsentieren – nur kam mir der kurze Sommereinbruch in die Quere. Das Wetter der letzten Tage in Berlin war einfach zu schön, um nicht jede Minute im Garten zu genießen. Nun brauen sich die ersten Gewitterwolken zusammen und ich habe wieder Zeit, meine kurze Reihe weiterzuführen.

Sehr fasziniert war ich von den Baumscheiben der Stadt. Ich habe kaum eine gesehen, die nicht auf das Üppigste bepflanzt war. Jeder Baum, insbesondere in Manhattan und Brooklyn, wurde am Fuße mit einem kleinen Geländer aus massivem Eisen eingefasst. Der so entstandene Mini-Garten wird damit vor Hunden, der Müllabfuhr und verzweifelten Parkplatzsuchern geschützt. Nicht schlecht, oder?

Anfang April strotzten die Baumscheiben nur so von Tulpen – als Erinnerung an Neu Amsterdam, im 17. Jahrhundert Verwaltungssitz der niederländischen Kolonie Nieuw Nederland auf dem Gebiet rund um das heutige Manhattan. Erst nach der Eroberung durch die Briten wurde Nieuw Amsterdam in New York umbenannt. Die Millionen von blühenden Tulpen in jedem Frühjahr erinnern an den früheren Namen.

Meist hatten sich ganze Straßenzüge für eine bestimmte Farbe entschieden, nur ganz selten gab es Kombinationen oder gar buntes Durcheinander. Was ich allerdings nicht herausfinden konnte, ist, was damit passiert, wenn sie verblüht sind. Dürfen Sie bleiben oder werden sie von der Sommerbepflanzung ersetzt? Vielleicht muss ich einfach noch mal hin.

Greenwich Village ganz in Gelb

Theatre District in Rot-Gelb

Ein Mini-Garten am eingezäunten Spielplatz

Greenstreets, die städtische Initiative für eine grünere Stadt

Neu gepflanzte Bäume erhalten erst mal einen Fuß-Sack,
damit sie eine Starthilfe haben 

Ein wenig Hoffnung habe ich für die Tulpen, schließlich durfte hier auch
die Herbstbepflanzung bleiben - blühender Zierkohl

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